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Salbei trocknen

Salbei wird bereits seit tausenden von Jahren als Gewürz und Heilpflanze genutzt. Jedoch wächst das Kraut nicht das ganze Jahr über, sodass man es haltbar machen muss. Hierzu kannst du den frischen Salbei trocknen oder einfrieren. Wie ersteres funktioniert, erklären wir dir angefangen bei der Ernte über das Trocknen bis hin zur richtigen Aufbewahrung in dieser Anleitung.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung: Salbei trocknen 

1.

Ernten

Um ihn zu trocknen, musst du den Salbei erst einmal ernten. Dazu ist vor allem der richtige Zeitpunkt entscheidend. Von diesem hängt es nämlich ab, wie viele ätherische Öle sich in der Pflanze befinden. Aus dem Grund solltest den Salbei einige Tage bevor er blüht (Sommeranfang bis Hochsommer) ernten.

Spüle die Blätter am Abend, bevor du ihn erntest, mit einer Gießkanne vorsichtig ab. Die Ernte selbst solltest vor der Mittagssonne durchführen. Nimm dir hierfür eine scharfe Gartenschere* / ein sauberes Messer und trenne die Zweige sowie Spitzen der Triebe gerade ab.


2.

Waschen

den Salbei solltest vor dem Trocknen nicht unbedingt putzen, da er ansonsten schlechter trocknet. Falls du die Pflanze jedoch im Freien anbaust oder sogar wild wachsenden Salbei geerntet hast und dieser mit Tieren in Kontakt gekommen sein könnte, musst du ihn waschen. Spüle die Blätter in dem Fall kurz mit kalten bis lauwarmen Wasser ab und tupfe sie im Anschluss vorsichtig trocken.


3.

Trocknen

Damit der Salbei eine möglichst hohe Qualität besitzt, musst du ihn direkt nach der Ernte trocknen. Hierfür gibt es verschiedene Vorgehensweisen, von denen du dich für eine entscheiden musst:

An der Luft:
Binde jeweils 5 bis 10 Triebe / Zweige mit einem Faden zu einem Strauß. Hänge diesen an einem Holzbalken / -stab in einem dunklen, trockenen Zimmer auf und lasse ihn dort für 1 bis 2 Wochen trocknen. Außerdem musst du den Raum immer wieder belüften, damit die Feuchtigkeit aus der Luft entweichen kann.

Im Backofen:
Schneller als an der Luft funktioniert das Trocknen im Backofen. Lege dafür eine Backblech mit Backpapier aus, erhitze den Ofen auf 40°C bis 50°C, verteile den Salbei auf dem Blech und schiebe dieses nach etwa 10 Minuten in den Backofen. Nun darfst du die Tür jedoch nicht ganz schließen, sondern solltest einen Holzlöffel einklemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Bereits nach einigen Stunden sollte der Salbei trocken sein. Überprüfe deshalb regelmäßig die Trockenheit der Blätter.

Im Dörrautomat:
Falls du einen Dörrautomat besitzt, kannst du auch diesen verwenden. Lege die Pflanzenteile so in ihn hinein, dass die Siebböden zu etwa 80% bedeckt sind. Nach dem Einschalten musst du mindestens 6 bis 7 Stunden warten ehe der Salbei trocken ist. Währenddessen dürfen sich keine anderen Pflanzen im Gerät befinden.

In der Mikrowelle:
Die Mikrowelle kannst du ähnlich verwenden wie den Backofen. Das Trocknen funktioniert lediglich etwas schneller. Lege das Gerät ebenfalls mit Backpapier aus und verteile die Blätter darin, ohne dass diese sich berühren. Stelle die Mikrowelle als nächstes auf 150-200 Watt ein und starte sie jeweils für 10 bis 20 Sekunden. Öffne anschließend die Tür, um zu prüfen, ob der Salbei trocken ist und um die Feuchtigkeit aus dem Inneren herauszulassen.


4.

Aufbewahren

Damit du das Kraut lange benutzen kannst, musst du es richtig lagern. Verstaue es also einem luftdicht verschließbaren Glas und stelle dieses an einen kühlen sowie trockenen Platz.

Wichtig:
Zum Aufbewahren muss der Salbei unbedingt vollständig trocken sein, damit sich kein Schimmel bildet. Aus dem Grund solltest du die Trockenheit testen, indem versuchst mit den Blättern zu rascheln.


5.

Verwenden

Ehe der Salbei seine Aromastoffe sowie ätherischen Öle verliert, solltest du ihn verwenden. So kannst du mit dem Kraut nicht Speisen würzen, sondern es auch folgendermaßen nutzen:

Als Tee:
Salbeitee wird vorrangig eingesetzt, um Halsschmerzen zu lindern. Ihn kannst du einfach zubereiten, indem du ein gewünschtes Gefäß zu etwa 15% bis 20% mit Salbei befüllst und ihn mit kochendem Wasser aufgießt. Nach etwa 3-5 Minuten solltest du die Blätter durch ein Sieb entfernen und den Tee trinken.

Zum Räuchern:
Getrockneter Salbei kann aufgrund seiner Vielzahl an ätherischen  Ölen auch zum Räuchern verwendet werden. Hierbei gibt es jedoch sehr viel zu beachten. Deshalb möchten wir gerne auf diese Seite verweisen. Dort findest alle Infos über das Räuchern mit Salbei.

In Salbei-Öl:
Salbei-Öl ist sehr vielseitig für medizinische Zwecke verwendbar. Fülle zur Herstellung naturbelassenes Olivenöl zusammen mit ein bis drei Salbeitrieben in eine passende Flasche, decke sie mit einem undurchsichtigen Tuch ab und lasse das Gefäß 4 Wochen kühl stehen. Abschließend musst du nur noch den Salbei entnehmen und kannst das Öl verwenden.


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benötigte Zeit & Kosten

ca. 30 Minuten – 2 Wochen


benötigte Hilfsmittel

  • Salbei
  • Strick
  • Holzbalken / -stab
  • Backpapier
  • Backblech
  • Backofen
  • Dörrautomat
  • Mikrowelle
  • Öl

Fragen und Antworten

Sollte ich Salbei trocknen oder einfrieren?

Diese Frage können wir leider nicht pauschal beantworten. Viel mehr musst du selber entscheiden, wie du den frischen Salbei haltbar machen möchtest. Dabei hat jede Methode ihre eigenen Vorzüge sowie Nachteile. So können beim Trocknen Teile der Inhaltsstoffe verloren gehen und es besteht ein Risiko, dass die Blätter beginnen zu schimmeln. Dafür ist der Salbei länger genießbar als beim Einfrieren.

Wie kann ich Ananas-Salbei trocknen?

Ananassalbei kann im Prinzip genauso getrocknet werden wie „normaler“ Salbei. Lediglich beim Trocknen an der Luft musst du etwas anders vorgehen: Anstatt die Pflanze zu einem Strauß zu binden und aufzuhängen, verteilst du die Blätter sowie Blüten auf einem sauberen Küchentuch und lässt sie in einem warmen, trockenen Raum austrocknen.

Bildquellen

Header: © #152689708 | Urheber: artsandra | Fotolia.com

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