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Jasmin pflanzen

Erstellt am 15.07.2017 | Aktualisiert am 09.12.2018 | Lesezeit: ca. 10 Minuten 
Jasmin-Pflanzen sind vor allem aufgrund ihrer strahlend weißen Blüten sowie ihres einzigartigen Geruches in vielen deutschen Gärten anzutreffen. Damit der Strauch diese Blütenpracht entwickeln kann, muss er regelmäßig gepflegt werden. Damit du dabei nichts falsch machst, erklären wir dir in dieser Anleitung wie du vorgehen musst, um eine Jasmin richtig zu pflanzen, zu pflegen und zu vermehren.

 

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Jasmin pflanzen Balkon

Damit die Jasmin-Pflanze regelmäßig blüht, muss man sie richtig pflegen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Jasmin pflanzen

1.

Im Topf oder im Freien?

Ob eine Jasmin in Topf oder Freien gepflanzt werden darf, ist immer abhängig von der Sorte. Während winterharte Arten, die Temperaturen unter -20°C aushalten, sowohl in den Topf als auch direkt in den Garten dürfen, sollten alle anderen im Kübel / Tropf gezüchtet werden. Auf diese Weise können die Sträucher einfach zum Überwintern ins Haus geholt werden.


2.

Topf wählen und vorbereiten

Falls du dich für die Aufzucht in einem Topf entscheidest, musst du zunächst einen passenden Kübel auswählen. Dieser sollte am besten sehr tief sein, damit eventuell eine Rankhilfe* in ihm eingesetzt werden kann.

Außerdem muss sich ein großes Loch in der Unterseite befinden, durch das überschüssiges Wasser abfließen kann. Damit sich keine Staunässe bildet, solltest du in den Topf zunächst eine Schicht aus Blähton einsetzten.


3.

Zeitpunkt

Der Zeitpunkt zum Pflanzen ist bei einer Jasmin nicht ganz so wichtig. Am besten eignet sich jedoch die Zeit zwischen Mai und September. Außerdem darf es währenddessen keinen Frost geben.


4.

Standort aussuchen

Weiterhin musst du einen geeigneten Platz für den Strauch wählen. Dieser sollte zwar in der Sonne liegen, doch während der Mittagszeit vorzugsweise etwas Schatten abbekommen.

Zudem mögen es die Pflanzen eher windgeschützt und relativ warm. Ein Rankhilfe in Form von einem Spalier direkt neben der Jasmin kann ihr beim Wachsen helfen.

Hinweis:
Falls du den Strauch in der Wohnung pflanzen möchtest, dann musst du den Raum nahezu täglich lüften.


5.

Pflanzen

Nachdem nun das Anpflanzen vorbereitet ist, musst du die Jasmin lediglich in den Topf setzen, ihre Wurzeln mit einer Mischung aus Erde, etwas Kompost sowie Blähton bedecken, alles etwas festdrücken und angießen.


6.

Pflegen

Damit die Pflanze auch zügig wächst, viele Blüten trägt und nicht eingeht, musst du sie regelmäßig pflegen. Was du hierbei genau beachten solltest, kannst du im folgenden nachlesen:

Bewässern:
Gieße die Jasmin mit kalkarmen (Regen-)Wasser sobald die obere Erdschicht trocken ist. Achte jedoch unbedingt darauf, dass keine sich Staunässe bildet. In der warmen Jahreszeit solltest du häufiger zur Gießkanne greifen, damit die Wurzeln sowie die Blätter nicht austrocknen. An besonders heißen Tagen kannst du den Strauch zusätzlich mit einer Sprühflasche benetzen.

Überwintern:
Falls es sich bei deiner Pflanze nicht um eine Sorte handelt, die winterfest ist, dann solltest du diese zwischen September und Mai in einem kühlen, hellen Raum wie etwa einem Keller bei etwa 12°C überwintern. Dabei musst du sie gelegentlich bewässern sowie das Zimmer alle 2-3 Tage durchlüften.

Verschneiden:
Entferne zum Frühlingsanfang alte, verstorbene sowie erfrorene Triebe. Verjünge die Zweige außerdem, indem du jährlich ein Drittel von ihnen zurückschneidest. Benutze unbedingt immer eine saubere, scharfe Schere und trage Handschuhe, damit die giftige Flüssigkeit aus den Trieben nicht auf deiner Haut landet.

Umtopfen:
Ebenfalls zu Frühlingsbeginn sollte die Jasmin jedes Jahr umgetopft und gleichzeitig mit frischen Substrat versorgt werden. Somit kann sie sich auch im folgenden Jahr vollständig entfalten.

Düngen:
Während dem Winter benötigt der Strauch gar keine Düngung. Von Frühling bis Anfang Herbst hingegen solltest du ihn ungefähr alle 14 Tage durch Flüssigdünger mit Nährstoffen versorgen.

Schädlinge bekämpfen:
Wenn die Pflanze bei einer zu hohen Temperatur überwintert wird, dann ist es möglich, dass sie von Blatt- oder Wollläuse angegriffen wird. Um dem vorzubeugen, kannst du nach dem Umzug ins Winterquartier ein Pflanzenschutz-Zäpfen in Erde stecken.


7.

Vermehren

Falls dir deine Jasmin-Pflanzen nicht mehr ausreichen, kannst du sie zwischen Frühling und Sommer durch Stecklinge vermehren.

Schneide hierzu relativ junge Triebe von der Mutterpflanze ab, stecke sie in einem Topf mit Anzuchterde, gieße diesen regelmäßig und ziehe einen durchsichtigen Kunststoffbeutel über. Dadurch wird derselbe Effekt wie in einem Gewächshaus erzielt.

Du solltest den Beutel alle paar Tage lüften, damit sich kein Schimmel im Inneren bildet. Außerdem musst du den Steckling immer rechtzeitig umtopfen, sobald er beginnt zu wachsen. Nach ungefähr 1 bis 2 Jahren kann der kleine Strauch ausgepflanzt werden.


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benötigte Zeit & Kosten

ca. 90-120 Minuten / Jahr


benötigte Hilfsmittel

  • Topf
  • Erde
  • Blähton
  • Kompost
  • Rankhilfe
  • Regenwasser
  • Gießkanne
  • Gartenschere
  • Flüssigdünger
  • Pflanzenschutz-Zäpfen
  • Folie-Beutel

Fragen und Antworten

Kann ich eine Jasmin-Pflanze auf den Balkon stellen?

Ja, das kannst. Beachte hierbei unbedingt, dass der Topf groß genug ist, der Balkon genügend Sonnenlicht abbekommt und möglichst windgeschützt ist. Weiterhin solltest du alle Tipps aus unserer Anleitung oben einhalten.

Ist die Jasmin-Pflanze giftig?

Sowohl der echte Jasmin als auch alle anderen Pflanzen dieser Gruppe enthalten Gift. Dementsprechend sollte die Pflanze für Kinder sowie Tiere nicht erreichbar sein und der Kontakt mit Pflanzensäften vermieden werden. Ansonsten kann dies zur Reizung der Haut sowie Übelkeit, Schwindel und Erbrechen führen.

Weiterführende Links

baumkunde.de, Echter Jasmin (Jasminum officinale),
https://www.baumkunde.de/Jasminum_officinale/.

Bildquellen

Header: © #120407396 | Urheber: pichaitun | Fotolia.com

Zweites Bild: © #120407594 | Urheber: pichaitun | Fotolia.com

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