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Mais säen

Erstellt am 25.07.2017 | Aktualisiert am 09.12.2018 | Lesezeit: ca. 9 Minuten 
Mais kann abhängig von der Sorte sowohl gegessen als auch zum Füttern von Tieren eingesetzt werden. Damit du im Herbst viele Kolben ernten kannst, musst du den Mais jedoch erst einmal richtig in deinem Garten bzw. auf deinem Feld säen. Wie das funktioniert, welchen Abstand du zwischen den Pflanzen einhalten solltest und wie tief die Samen in die Erde müssen, erklären wir dir in dieser Anleitung.

 

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Schritt-für-Schritt-Anleitung: Mais säen

1.

Samen kaufen / ziehen

Um Mais aussäen zu können, werden natürlich erst einmal Samen benötigt. Diese kannst entweder selber aus einem Maiskolben ziehen oder direkt im Gartencenter bzw. online kaufen. Dabei solltest du folgendes beachten:

Kaufen:
Schau vor dem Kauf im Handel unbedingt auf der Verpackung nach, ob die Maiskörner* nicht schon abgelaufen sind oder der Pflanzzeitraum bereits vorbei ist.

Die Samen solltest du nämlich bestenfalls im selben Jahr kaufen, in welchen du sie säen möchtest. Außerdem musst du nachlesen, ob es sich um Zucker- oder reinen Futtermais handelt, je nachdem, was du von beiden benötigst. Die Preise für Samen liegen normalerweise bei etwa 1€ bis 3€ pro Tüte (ca. 20-60 Körner).

Selber ziehen:
Lagere ein paar Kolben aus der letzten Ernte in einem warmen, trockenen Raum bis diese ausgetrocknet sind. Hierbei ist es wichtig, dass sich die Maiskolben nicht gegenseitig berühren, damit sie nicht schimmeln.

Weiterhin solltest du die Saatgutgewinnung nicht zwei Jahre hintereinander durchführen, da der Ertrag bei der nächste Ernte sonst stark abnimmt.


2.

Richtiger Zeitpunkt

Wann du die Samen in die Erde bringen kannst, hängt von der Sorte ab. Falls du sie im Geschäft gekauft hast, findest du den Zeitraum normalerweise auf der Verpackung. Ansonsten solltest du den Mais einfach Ende April bis Mitte Mai aussäen.

Damit du die Erde bearbeiten kannst und die Keime nicht erfrieren, sollte es auf keinen Fall mehr Frost geben. Optimal ist eine Bodentemperatur zwischen 15°C und 20°C.


3.

Samen einweichen

Indem du die Samen befeuchtest, kannst du die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass der Mais austreibt. Fülle dazu ein Glas mit lauwarmen Wasser, lege die Samen darin ein und warte etwa 6 bis 8 Stunden.


4.

Erde vorbereiten

Gegen Ende dieser Einwirkzeit solltest du erst einmal den Boden vorbereiten. Arbeite dazu Rinnen mit der Spitze einer Gartenhacke in die Erde ein, damit du den Mais überhaupt auf dem Feld säen kannst.

Diese Furchen sollten etwa 5 cm bis 8 cm tief sein und einen Abstand von gut einem halben Meter zueinander haben. Damit die Pflanzen in einer gerade Linie wachsen, kannst du zuvor eine Schnur als Hilfslinie spannen.

Tipps:
Suche am besten eine sonnige Stelle aus, damit der Mais optimal wächst. Wenn du die Erde im Herbst mit reifem Kompost oder Mist vermischt, kannst du den Ernteertrag im nachfolgenden Jahr erhöhen.


5.

Aussäen

Damit der Mais genügend Platz hat, sollte auch innerhalb der Reihe zwischen den Pflanzen etwa 50 cm Abstand sein. Lege also jeden halben Meter drei Samen in die Spur, bedecke sie mit Erde und gieße sie kräftig an.


6.

Pflegen

Jetzt darfst du nicht einfach warten, dass die Aussaat gelingt, sondern musst den Samen sowie später die Jungpflanzen ausreichend pflegen. Bewässere sie hierzu regelmäßig solange keinen Niederschlag gibt und entferne Unkraut auf dem Beet / Feld sobald du es entdeckst.

Außerdem kannst du den Mais alle 2 bis 3 Wochen mit Nährstoffen in Form von Brennnesseljauche versorgen.

Hinweis:
Falls an einer Stelle zwei bzw. alle drei Samen austreiben, musst du die überschüssigen Triebe nach ein paar Wochen entfernen, sodass im Abstand von 50 cm immer nur eine Pflanze stehen bleibt.


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benötigte Zeit & Kosten

ca. 1-2 Stunden


ca. 2€ bis 6€

benötigte Materialien

  • Maissamen
  • Hacke
  • Glas
  • Wasser
  • Gießkanne
  • Kompost / Mist
  • Brennnesseljauche

Fragen und Antworten

Kann ich Mais mit einer normalen Sämaschine säen?

Nein, das ist leider nicht möglich, da die Samen auf diese Weise nicht tief genug in die Erde gelangen würden. Somit treibt bei der Verwendung von einer normalen Sämaschine aller höchstens ein kleiner Teil der Samen aus.

Bildquellen

Header: © #147070105 | Urheber: Bits and Splits | Fotolia.com

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