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Bohnenkraut anpflanzen

Erstellt am 06.08.2017 | Aktualisiert am 09.12.2018 | Lesezeit: ca. 9 Minuten 
Bohnenkraut kann zum Beispiel als Würze in Suppen sowie Salaten verwendet oder zu grünen Bohnen serviert werden. Aufgrund dieser vielseitigen Einsetzbarkeit in der Küche ist es auch sehr beliebt zur Anzucht im eigenen Garten. Beim Anpflanzen muss jedoch einiges beachtet werden, um möglichst lange vom Kraut zu profitieren. Was genau das ist, zeigen wir dir in dieser Anleitung.

Zusammenfassung der Anleitung

Falls du ein Schnellleser bist, hast du hier eine kompakte Zusammenfassung zum Bohnenkraut anpflanzen:

  1. Warte bis zur Mitte des Frühlings.
  2. Suche einen windgeschützten, sonnigen Platz.
  3. Entferne am Standort Unkraut und lockere den Boden auf.
  4. Säe das Bohnenkraut aus.
  5. Pflege die Pflanzen bis zur Ernte.

 

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Bohnenkraut pflanzen Standort

Bohnenkraut benötigt vom Anpflanzen bis zur Ernte nur wenig Pflege.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Bohnenkraut anpflanzen

1.

Richtiger Zeitpunkt

Je nachdem, welche Sorte Bohnenkraut du anpflanzen möchtest, gibt es hierfür unterschiedliche Zeiträume. Für das am häufigsten anzutreffende Sommer-Bohnenkraut liegt die Pflanzzeit zwischen Mitte und Ende Frühling.

Hierbei darf es auf keinen Fall mehr Bodenfrost geben. Falls du also ganz sicher gehen möchtest, dass aus den Samen etwas wird, solltest du das Kraut erst nach den Eisheiligen anbauen.

Hinweis:
Den genauen Zeitpunkt findest in der Regel auf der Verpackung der Samen.


2.

Samen kaufen

Vor dem Anpflanzen musst du zunächst einmal Samen online bzw. im Fachhandel oder einem Gartencenter kaufen. Es ist sehr wichtig, dass du immer direkt vor dem Aussäen frische Samen kaufst.

Nach einem Jahr keimt das Bohnenkraut in der Regel nämlich nicht mehr. Informiere dich deshalb unbedingt auf der Verpackung nach dem Alter der Samen.

Tipp:
Du kannst die Samen auch selber ziehen, indem du einige Pflanzen nicht erntest, sondern blühen lässt. Aus der Blühte kannst du dann Samen für das nächste Jahr gewinnen. Lagere diese bis zur Aussaat unbedingt trocken sowie lichtgeschützt ein.


3.

Standort suchen & vorbereiten

Bohnenkraut mag höhere Temperaturen. Dementsprechend sollte ihr Platz möglichst den ganzen Tag lang in der Sonne liegen und vor Wind geschützt sein.

Ist solch ein Standort auf dem Beet gefunden, solltest zudem den Boden vorbereiten. Entferne dazu das Unkraut, lockere die Erde mit einer Hacke* auf und mische etwas Mist bzw. reifen Kompost unter.


4.

Anpflanzen

Da es sich beim Bohnenkraut um einen sogenannten Lichtkeimer handelt, darfst du die Körner nicht eingraben oder mit Erde bedecken, sondern musst es auf einen der folgenden zwei Wege aussäen:

Reihenaussaat:
Ziehe im Abstand von rund 30 Zentimetern einige schmale Furchen entlang deines Beetes und streue etwa 40 bis 50 Samen pro Meter aus.

Flächenaussaat:
Falls du keine Reihen ziehen möchtest, ist es auch möglich, eine Fläche abzustecken. Säe bei dieser Methode etwa 300 bis 400 Samen pro Quadratmeter aus.

Hinweis:
Orientiere dich an der Anzahl an Samen, die du auf der Verpackung nachlesen kannst. Schließlich sind die Körner so klein, dass du sie nicht zählen kannst.


5.

Pflegen

Während der Keimphase sowie im Anschluss solltest du dich ab und an um das Bohnenkraut kümmern, damit es wächst. Tue dazu folgende Dinge:

Vereinzeln:
5 bis 6 Wochen nach der Aussaat solltest du das Kraut vereinzeln, sodass die Pflanzen genügend Freiraum zum Wachsen haben. Bohnenkraut benötigt für ein optimales Wachstum Platz im Umkreis von 10 cm bis 20 cm.

Gießen:
Bohnenkraut gilt als wasserscheu. Dementsprechend reicht normaler Regen aus, um es zu bewässern. Gieße es nur dann, wenn es über einige Tage sehr warm war und es keinerlei Niederschlag gegeben hat.

Düngen:
2 bis 3 Wochen vor der Blüte kannst du das Bohnenkraut mit organischen Dünger versorgen. Nährstoffe bekommen der Pflanze im Gegensatz zu Wasser nämlich ausgesprochen gut.

Schneiden:
Ein Verschnitt der Pflanze ist nicht notwendig. Falls du das Kraut kurz bevor es blüht einige Zentimeter einkürzt, kannst du allerdings den Ernteertrag erhöhen.

Bodenpflege:
Alle 2 bis 3 Wochen solltest du mit einer Hacke sämtliches Unkraut entfernen und somit den Boden etwas auflockern, um optimale Bedingungen für das Wachstum des Bohnenkrautes zu schaffen.


6.

Ernten

Geerntet wird am besten wenige Tage vor der Blühte, da das Kraut währenddessen das stärkste Aroma besitzt und somit der optimale Zeitpunkt ist, um es im Anschluss einzulagern.

Zum Ernten kannst du es entweder vollständig aus der Erde herausreißen und im Anschluss die Wurzel entfernen oder den Stiel einige Zentimeter über der Erdoberfläche sauber abschneiden.

Bei der letzteren Variante besteht eine Chance, dass das Kraut nochmals treibt und ein zweites mal geerntet werden kann.

Hinweis:
Um es haltbar zu machen, kannst du das Bohnenkraut trocknen oder einfrieren.


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benötigte Zeit & Kosten

ca. 3-5 Stunden / Jahr


ca. 0€ bis 3€

benötigte Werkzeug

  • Bohnenkraut-Samen
  • Hacke
  • Pflanzschnur
  • Mist / Kompost
  • Schaufel / Spaten
  • Gießkanne
  • Wasser
  • Gartenschere

Weiterführende Links

Das Kräuterbuch, Bohnenkraut (Satureja spec.) – Merkmale, Anbau, Verwendung und Heilwirkung,
https://www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Bohnenkraut.html.

Bildquellen

Header: © #151101062 | Urheber: pusteflower9024 | Fotolia.com

Zweites Bild: © #91629098 | Urheber: emuck | Fotolia.com

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