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Snowboard Bindung einstellen

Erstellt am 17.04.2017 | Aktualisiert am 09.12.2018 | Lesezeit: ca. 7 Minuten 
Solltest du ein neues Board benutzen oder sogar das erste Mal Snowboard fahren, dann müssen einige Dinge erledigt werden, ehe du loslegen kannst. Neben dem Anziehen der richtigen Schutzkleidung musst du beispielsweise auch die Snowboard-Bindung einstellen. Worauf du dabei achten musst, zeigen wir dir in dieser Anleitung. Dabei gehen wir zudem darauf ein, welche Bindung für welchen Fahrstil geeignet ist.

 

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YouTube-Video by MrGaiswinkler

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Snowboard Bindung einstellen

1.

Fahrtrichtung herausfinden

Zuerst musst du herausfinden, welcher Fuß von dir beim Snowboard fahren vorne ist. Dabei unterscheidet man zwischen Regular und Goofy. Beim Regular ist der linke Fuß vorne, beim Goofy der rechte.

Falls du nicht bereits surfst oder Skateboard fährst, dann findest du deine Fahrtrichtung ganz einfach heraus, indem du dich ganz normal hinstellst und dich jemand von hinten anstößt. Das Bein, welches nun zur Stabilisierung einen Schritt macht, steht auf dem Snowboard vorne.

Tipp:
Dasselbe Bein verwendest du in der Regel auch im Sportunterricht beim Hochsprung.


2.

Beinabstand

Nachdem du nun deine Fahrtrichtung herausgefunden hast, solltest du überlegen, welchen Abstand deine Beine haben sollten. Achte dabei darauf, dass du so auch problemlos über längere Zeit stehen kannst. Ein guter Abstand ist normalerweise etwas mehr als Schulterbreite. Alternativ kannst du auch 1/3 deiner Körpergröße verwenden.

Beispiel:
Wenn du 1,50 Meter groß bist, sollte der Abstand etwa 50 cm betragen.


3.

Bindungswinkel

Ist die richtige Breite festgelegt, so musst du außerdem den Winkel der Füße zum Brett bestimmen. Dazu solltest du zunächst überlegen, was du mit dem Snowboard tun möchtest:

Abfahrt:
Wenn du mit dem Board einfach nur schnell fahren möchtest, dann solltest du beide Füße 45° in Fahrtrichtung stellen. Dieser sogenannte „Race-Stance“ ist jedoch nicht für Tricks geeignet.

Freestyles:
Für diese solltest du nämlich lieber den „Duckstance“, zu deutsch „Entenstand“ verwenden. Dabei drehst du den linken Fuß 15° nach links un den rechten Fuß 15° nach rechts. Somit sind dann auch Tricks wie beispielsweise eine 180° Drehung möglich. Falls dir der Winkel zwischen beiden Füßen so jedoch zu groß ist, kannst du das hintere Bein auch weniger stark eindrehen (9°-12°).

Wichtig:
Je größere Schuhe du hast, umso größer sollte auch das Brett sein. Ansonsten kannst du nicht alle Winkel verwenden, da deine Füße über die Kanten ragen könnten.


4.

Horizontale Ausrichtung

Weiterhin musst du entscheiden, wo dein Schwerpunkt auf dem Brett liegen soll. Normalerweise werden die Bindungen zentral montiert, da hierbei die Stabilität am höchsten ist. Wenn du jedoch im Tiefschnee fahren möchtest, solltest die Bindungen in Richtung „Tail“, also Ende des Snowboards verschieben.


5.

Montieren

Zu guter Letzt musst du die Bindung lediglich nach der Bedienungsanleitung montieren. Tue dies am besten in einem warmen Zimmer und lege das gesamte Board im Anschluss einige Stunden ins Kalte. Falls sich dabei die Befestigung löst, kannst du sie nun noch einmal festziehen.


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benötigte Zeit & Kosten

ca. 10-30 Minuten


benötigte Hilfsmittel

  • Snowboard
  • Bindung
  • Montagewerkzeug
  • eventuell zweite Person

Bildquellen

Header: © #132530056 | Urheber: milanmarkovic78 | Fotolia.com

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