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Küchenschränke streichen

Erstellt am 06.10.2018 | Aktualisiert am 09.12.2018 | Lesezeit: ca. 7 Minuten 
Des Öfteren liest man in Heimwerker-Foren Fragen, wie beispielsweise: „Kann man alte Küchenschränke streichen?“. Und die klare Antwort darauf lautet: Ja, kann man! Was es dabei zu beachten gibt, damit die Farbe möglichst lange hält, zeigen wir dir in dieser Anleitung. Außerdem verraten wir dir, ob du die Schränke auch ohne schleifen lackieren kannst.

Zusammenfassung der Anleitung

Falls du ein Schnellleser bist, hast du hier eine kompakte Zusammenfassung zum Küchenschränke streichen:

  1. Baue die Schränke auseinander.
  2. Reinige und entfette die Teile gründlich.
  3. Bessere Dellen und andere Schäden aus.
  4. Schleife die Oberfläche an.
  5. Klebe alle Flächen ab, die nicht gestrichen werden sollen.
  6. Trage eine Grundierung auf.
  7. Streiche die Schränke farbig.
  8. Entferne das Kreppband.
  9. Baue die Küchenschränke wieder zusammen.

 

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Küchenschränke kann man auch mit Kreidefarbe streichen.

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Schritt-für-Schritt-Anleitung: Küchenschränke streichen

1.

Ohne schleifen testen

Man kann Küchenschränke in der Regel neu streichen, ohne sie abzuschleifen, wenn man sie mit einer gut deckenden und möglichst dunkleren Farbe überstreicht. Ob es bei deinen Schränken möglich ist, solltest du an einer weniger sichtbaren Stelle ausproben.

Reinige die Stelle zunächst warmen Wasser sowie Spülmittel und entfette sie mit Waschbenzin o.Ä. Trage im Anschluss gleichmäßig eine Grundierung auf und lass diese mindestens 8 Stunden trocknen. Bestreiche die Stelle anschließend mit der eigentlichen Farbe.

Sollte diese bereits nach wenigen Schichten vollständig decken, dann kannst du den Schrank ohne abschleifen streichen. Andernfalls solltest du nicht den 5. Schritt auslassen. Wir würden dir stets empfehlen, die Oberfläche für einen besseren Halt anzurauen.


2.

Auseinanderbauen

Um die Küchenschränke zu lackieren, solltest du sie so weit wie möglich auseinanderbauen. Damit du im Anschluss weißt, wie du sie wieder zusammenbauen musst, solltest du ausreichend Fotos der Schränke machen oder die Bauanleitung heraussuchen.

Hinweis:
Auch die Griffe sollten abgeschraubt werden.


3.

Gründlich reinigen

Als nächstes werden alle Teile gründlich gereinigt. Mit der Zeit setzen sich auf der Oberfläche Fettspritzer oder auch Ölflecken ab. Um diese zu entfernen, musst du den Schrank erst einmal mit warmem Wasser sowie einem Spritzer Spülmittel abwischen. Wenn das erledigt ist, dann solltest du die Oberfläche gründlich abtrocknen und mit Waschbenzin / Aceton entfetten.


4.

Schäden ausbessern

Sollten die Küchenschränke bereits sehr halt sein und dementsprechend Dellen oder andere Schäden besitzen, dann solltest du sie in diesem Schritt ausbessern.

Das geht einfach mit einem Lackspachtel. Lass diesen nach dem Auftragen ausreichend trocknen. Halte dich zudem an die Herstelleranweisungen.


5.

Gegebenenfalls anschleifen

Falls du dich dafür entschieden hast, die Schränke anzuschleifen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür. Verwende hierzu ein Schleifpapier mit einer Körnung von ungefähr 180 und bearbeite alle Stellen, die neu gestrichen werden sollen.

Sauge den entstandenen Staub ab bzw. beseitige ihn mit einem Besen und wisch alle Oberflächen erneut mit einem feuchten Lappen sauber.


6.

Abkleben

Nun musst du alle Stellen abkleben, die nicht mit Farbe in Berührung kommen sollen. Für kleinere Flächen kannst du Malerkrepp verwenden. Größere hingegen lassen sich gut mit Zeitung abdecken, die du ebenfalls mit Malerkrepp oder Klebeband fixierst.


7.

Grundieren

Damit die Farbe möglichst gut hält, solltest du zuvor eine Grundierung* auftragen. Der Farbton des Vorlacks muss unbedingt zum Farbton des eigentlichen Decklacks passen.

Nach dem Auftrag musst du mindestens 8 Stunden warten, bis die Grundierung getrocknet ist. Zum Abschluss dieses Schritts musst du die Grundierung abschleifen (400er Körnung oder feiner) und den Staub wieder beseitigen.


8.

Farbig streichen

Im vorletzten Schritt wird die eigentliche Farbe aufgetragen. Wenn die erste Schicht mindestens einen halben Tag getrocknet ist, schleifst du sie genauso ab, wie die Grundierung, und entfernst ebenfalls den Staub.

Trage anschließend eine zweite Schicht auf. Deckt diese immer noch nicht, kannst du nach weitere 12 Stunden den ganzen Prozess mit einer dritten Farbschicht wiederholen.


9.

Klebestreifen entfernen und zusammenbauen

Zu guter Letzt musst du den lack mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Abschließend kannst du das Malerkrepp entfernen und den Schrank wieder zusammenbauen.

Hinweis:
Die Farbe ist in der Regel erst nach einem Monat vollständig ausgehärtet.


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benötigte Zeit & Kosten

ca. 2-4 Tage


ca. 15€ bis 40€ pro Schrank

benötigte Materialien

  • Schleifpapier
  • Pinsel
  • Zeitung
  • Malerkrepp
  • Farbe
  • Grundierung
  • Lackspachtel
  • Tuch
  • Spülmittel
  • Wasser
  • Entfetter
  • Staubsauger / Besen
  • Schraubendreher

Fragen und Antworten

Welche Farbe sollte ich verwenden, um die Küchenschränke zu streichen?

Prinzipiell kannst du jede Farbe verwenden, die für das Material der Schränke geeignet ist. Wir selbst haben bisher sehr gute Erfahrungen mit Hybridlacken gemacht. Ebenfalls empfehlenswert ist die Verwendung von speziellen Küchenmöbellacken.

Kann ich Küchenschränke mit Kreidefarbe streichen?

Ja, du kannst Küchenschränke auch mit Kreidefarbe streichen. Diese Art von Farbe verzeiht viele Fehler, was ein großer Vorteil gegenüber anderen Lacken sein kann. Allerdings solltest du bei Verwendung von Kreidefarbe die Oberfläche der Möbel auf jeden Fall gründlich anschleifen.

Wo finde ich Ideen zum Streichen der Küchenschränke?

Tolle Ideen zum Streichen von Küchenmöbeln findest du beispielsweise auf

Alternativ dazu kannst du einfach bei Google nach Ideen suchen.

Sollte ich Küchenschränke streichen oder bekleben?

Beide Varianten zur Gestaltung der Küchenschränke haben ihre Vor- und Nachteile. Alles in allem ist es also dir überlassen, für welche Methode du dich entscheidest. Während das Streichen länger anhält und in der Regel einfach von der Hand geht, ist das Bekleben mit einer Menge Geschicklichkeit verbunden, benötigt allerdings weniger Zeit. Wir selbst würden uns bei einer dauerhaften Lösung allerdings für das Lackieren entscheiden.

Bildquellen

Header: © #60020866 | Urheber: Sandra Thiele | Fotolia.com

Zweites Bild: © #121329935 | Urheber: Ingo Bartussek | Fotolia.com

Produktbilder: Amazon

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